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Spannende Generalversammlung 2026: mit Elysia-Chef Philipp von Bomhard (v.l.) sowie Vorstand und Aufsichtsrat der BEReG: Andreas Voß, Christoph Schmidt, Johann Stumpf, Nicole Bernstein, Klaus Schreiber, Robert Stranzenbach, Alexander Schmoranz
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Liebe Mitglieder, liebe Interessierte unserer Bürgerenergie-Genossenschaft,
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am vergangenen Donnerstag fand unsere diesjährige Generalversammlung statt. Der Wunsch unserer Mitglieder, persönlich dabei zu sein, war riesengroß – herzlichen Dank für Ihre Zeit, die vielen interessierten Fragen und Anregungen! Und auch wer nicht zugegen war: Wir möchten allen unseren Mitgliedern und Interessierten mit folgendem Bericht Gelegenheit geben, die wichtigsten Punkte der Versammlung noch einmal in Ruhe nachzulesen. Bei Nachfragen sprechen Sie uns gerne an.
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Jörg Bärschneider Redaktion
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PS: Bitte schon mal vormerken: Die Bürgerenergiegenossenschaft Rösrath bei Kunst & Klaaf: Sonntag, 13.9., 10-18 Uhr Hauptstraße, Rösrath-Hoffnungsthal Gemeinsam mit der Solar-Initiative Rösrath
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Eigene Tankstelle auf dem Dach
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BürgerEnergieRösrath e.G. im dritten Jahr in den schwarzen Zahlen
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Viele klagen über den Wirtschaftsstandort Deutschland. Da gehen echte Erfolgsmeldungen leicht unter. Wer gute Nachrichten vernehmen will, schaue nach Rösrath. Genauer, auf die Energiegenossenschaft in Bürgerhand (BEReG). Auf der Generalversammlung im vollbesetzten Saal des Werkstattgebäudes von Schloss Eulenbroich zog der Vorstand für das zurückliegende Geschäftsjahr eine äußerst erfolgreiche Bilanz: beträchtliche Umsatzsteigerung, hohe Solarstromerzeugung und den ersten Bilanzgewinn – und das bereits drei Jahre nach Gründung. Sogar die erste Dividendenausschüttung stand zur Diskussion, auch das Stadtsäckel geht nicht leer aus.
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2025 erstmals mit Gewinn „Eine riesige Umsatzsteigerung“, arbeitete Finanzvorstand Andreas Voß aus dem präsentierten Zahlenwerk für 2025 heraus. Der Verkaufserlös von 47.490 Euro für solarerzeugten Strom ergibt ein Plus von 66 Prozent gegenüber 2024. Hinzu kommen knapp 2.000 Euro aus Zinserträgen auf das angesparte Kapital: macht zusammen mit dem noch nicht verausgabten Genossenschaftskapital rund 200.000 Euro, die für weitere Investitionen auf Rösrather Hausdächern bereitstehen. Nach den ersten beiden Geschäftsjahren, als die junge Genossenschaft noch allerhand Gründungskosten schultern musste, schließt 2025 erstmals mit 10.727 Euro Gewinn. Und knapp 3.400 Euro gehen als „unser Beitrag an die Allgemeinheit“ in die Steuerkassen von Kommune, Land und Bund.
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Eigenverbrauch bringt Kohle Ein Geldsegen, der buchstäblich vom Himmel fällt. Die Genossenschaft erzeugte im vergangenen Jahr insgesamt 375.000 kWh Sonnenstrom, was der Hälfte des Stromverbrauchs der gut 400 Genossenschaftsmitglieder entspricht. Zum einen erlaubte die Sonne eine unerwartet hohe Stromausbeute und das bei inzwischen vier ganzjährig produzierenden Anlagen: Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Dreifach-Halle des Schulzentrums, Wöllner-Stift und KiTa-Akazienweg. Zum anderen wirkte sich bei beiden Schulanlagen die Umstellung von Voll- auf Überschusseinspeisung lukrativ aus. „Die hohe Eigenverbrauchsquote von jeweils 90 Prozent ist genau das, was wir uns wünschen“, erläuterte Technikvorstand Johann Stumpf – der Direktverbrauch ist von schwankenden Strompreisen unabhängig und entspricht ganz dem Geist der Energiewende. Nur bei der neuen KiTa Volberg ist noch keine solide Verbrauchsaussage möglich.
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Mieterstrom Im Weidenauel: Projekt mit Signalwirkung für Rösrath
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Im Weidenauel – Einstieg in den Mieterstrom Zwei weitere PV-Projekte hat die BEReG derzeit in der Pipeline: Albert-Einstein-Schule und Augustinushaus. In beiden Fällen laufen auf der Eigentümerseite noch Entscheidungsprozesse. Einen großen Schritt weiter sind die Energiegenossen mit dem Dachflächenpachtvertrag für die Wohnanlage Im Weidenauel am Sülztalplatz: „Dieses Projekt ist der Einstieg in die Mieterstrom-Thematik. Hier sehen wir noch erhebliches Potenzial in Rösrath“, sagte Stumpf. Vorerst ist die Installation von vier PV-Anlagen auf den Dächern der Staffelhäuser vorgesehen, das sog. Hochhaus zum Sülztalplatz kann später dazukommen. Nächste Stufe ist der Stromverkauf an dann 48 Mieterparteien. Ein weiterer Schritt wären Pkw-Ladesäulen auf dem Parkplatz der Anlage. Was im Einfamilienhaus mit Solarpanel auf dem Dach und Wallbox in der Garage längst Einzug gehalten hat, steht im Mehrparteienhaus noch vor technisch-organisatorischen Hürden: „Aber die Richtung ist klar“, meinte Stumpf. „Wer Strom auf dem Hausdach hat, versorgt sich selbst und kann im E-Auto acht Monate im Jahr lachend an der Tankstelle vorbeifahren.“
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Manche Wege laufen ins Leere Stromerzeugung in Bürgerhand klingt verheißungsvoll, „bedarf aber ständiger öffentlicher Wahrnehmung und Kommunikation“, machte BEReG-Vorstandsvorsitzender Christoph Schmidt deutlich. Dazu gehören regelmäßige Treffen mit elf Nachbar-Genossenschaften, der Austausch mit der Rheinisch-Bergischen Wirtschafsförderungsgesellschaft und die Präsenz vor der eigenen Haustür etwa bei „Kunst und Klaaf“. Aber manchmal laufen zähe Verhandlungen auch ins Leere, führte Schmidt aus. Zum Beispiel bei Niederlassungen großer Handelsketten hier vor Ort. Diese verfügen zwar oft über attraktive Flächen für PV-Anlagen. Am Ende aber werden solche Vorhaben nicht in Rösrath entschieden, sondern fernab in den Unternehmenszentralen.
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Experten-Interview gibt Orientierung Aufmerksam verfolgten die Anwesenden die Ausführungen des Vorstands und hakten interessiert nach. Genau das ist das A und O der lokalen Energiewende: ehrliche Informationen und Expertenwissen. Dazu trug das Interview von Christoph Schmidt mit Johann Stumpf und Philipp von Bomhard, Chef des Rösrather Unternehmens Elysia Solar GmbH, bei. Wie entwickelt sich der PV-Markt aktuell, was gilt es bei der Anschaffung einer PV-Anlage derzeit zu beachten, darum ging es.
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Erhebliche Turbulenzen Von Bomhard, dessen Firma auch die PV-Anlage der KiTa Volberg gebaut hat, beschrieb gleich in seinem Eingangsstatement die rasante Entwicklung im PV-Markt der vergangenen Monate. „Noch im Herbst 2025 konnten wir Module und Bauteile innerhalb eines Tages ordern und damit auf die Baustelle fahren. Seit Januar ist der Modulpreis um 30 Prozent gestiegen, die Lieferzeiten liegen bei mehreren Wochen.“ Nach einer starken Exportoffensive chinesischer Lieferanten habe eine drastische Rohstoffverteuerung vor allem von Silber und Kupfer, die Verunsicherung der Verbraucher hinsichtlich des drohenden Endes der Einspeisevergütung und der inzwischen eingestellte Irankrieg für erhebliche Turbulenzen gesorgt. Den aktuellen Preis für eine 10 kWp PV-Anlage mit 10-kW-Speicher kalkulierte Jungunternehmer von Bomhard bei knapp 19.000 Euro.
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Großes Potenzial für weiteren PV-Ausbau Angesichts bereits bestehender 2.500 Anlagen in Rösrath – inklusive Balkonkraftwerken – schätzt Stumpf weitere 2.500 von rund 10.000 Immobilien in der Kommune für solartauglich. „Als Genossenschaft sehen wir, dass sich die Anlagen bei hohem Eigenverbrauch auch ohne Einspeisevergütung lohnen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger machen jetzt schon diese Vergütung nicht mehr zum wesentlichen Kriterium ihrer Investition.“
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Dividende nein, Sparen ja Im Bericht des Aufsichtsrates griff Vorsitzender Klaus Schreiber die schon zuvor angesprochene Verwendung des Überschusses auf. Dieser ergäbe weniger als zehn Euro pro Anteil, die Auszahlung wäre mit großem Aufwand verbunden. Schreibers Vorschlag, den Gewinn mit dem Verlustvortrag aus 2024 zu verrechnen, den Rest zu sparen und in der Generalversammlung 2027 mit einer neuen Lösung aufzuwarten, wurde einstimmig angenommen. Ebenso die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat für ihre professionelle ehrenamtliche Arbeit.
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Auf der Sonnenseite So brachte die diesjährige Generalversammlung nicht nur das Résumé eines überaus ereignisreichen und erfolgreichen Geschäftsjahrs. Neue Projekte in einem dynamischen Umfeld sowie der Applaus der anwesenden Mitglieder begleiten die Rösrather Bürgergenossenschaft weiterhin auf einem sonnenreichen Weg in die Zukunft.
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